Aushilfsjedi

Weihnachtsmail 2017

Liebe Mitmenschen,

es klingt wie eine abgedroschene Floskel: Ein Geschenk muss nicht teuer sein, der Schenkende soll sich nur ausreichend Gedanken gemacht haben. Ich hoffe dennoch, mein Geschenk – dieser Text – für euch, ist euch lieb und teuer. Denn nach so vielen Jahren der Weihnachtsmails ergibt sich zwar eine Routine in der Schreibe, doch immer mehr die kreative Herausforderung etwas Neues zu schaffen.

Vieles hat sich getan in den letzten Jahren. Häufig musste ich erst in Weihnachtsstimmung kommen um diese Mail zu schreiben. Inzwischen beginnt die Weihnachtsstimmung mit der Planung und ersten kreativen Schritten an diesem Text. Eben meine kleine, ganz eigene Weihnachtstradition, die ebenso dazugehört wie Baum, Familie und Geschenke. Ganz ohne “Stille Nacht“, Kirchgang oder christlichen Hintergrund. Und ja, ich bin hochzufrieden und in Weihnachtsstimmung.

Natürlich braucht es Zeit, um aus einer Innovation eine Tradition zu erschaffen. Aber jede Tradition began einst als Innovation, mit variablem Neuheitswert. Also los geht’s. Es ist Weihnachten, macht was drauß. So wie unsere (Ur-)Großeltern den Brauch erschufen, dass die Kinder erst Gedichte aufsagen und Liedchen trällern mussten, bevor es Geschenke gab, habt auch ihr nun Raum für die eigenen Ideen rund um die Feiertage. Wie wäre es für Singles, die nur einen Elternbesuch absolvieren müssen mit einem Full English Breakfast mit allen FreundInnen inklusive Schrottwichteln als Brauchtum am zweiten Weihnachtsfeiertag zu etablieren. Das bietet auch Raum als Kontaktbörse. Oder die Familie setzt sich an vier Adventssonntagen jeweils zusammen und komponiert atheistische Weihnachtslieder. In vier Jahren hat man dann das Weihnachtsalbum von Schmidts und Schulzes unterm Baum.

Sollte sich eine Idee gar als schlechte entpuppen im dritten oder im verflixten siebten Jahr, wirft man sie eben über Bord und begründet eine neue Tradition. Das steht einem ja frei. Das Wichtigste ist und bleibt dabei, dass man sich damit weihnachtlich und wohl fühlt – und sich und seinen Mitmenschen etwas Gutes beschert.

Schenkt euch und euren Liebsten mit bunten, kreativen Ideen und Innovationen das beste Weihnachten voller schöner Traditionen. Ich versuche es wie jedes Jahr mit meinem bescheidenen Anteil in dieser Mail und wünsche,

Frohe Weihnachten, Happy Kwanzaa, Happy Chanukka, einen schönen Wookie-Life-Day, ein reiches Wintergeschenkefest, möge die Macht mit euch sein oder wie auch immer eure Glückseligkeit gelingt.

Der Eure bis die Hölle gefriert,

Aushilfsjedi Nemi

P.S.: Auch dieses Jahr darf diese Mail mit Verweis auf den Autor wieder fleißig geteilt und verbreitet werden.

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