Aushilfsjedi

Radioarsch

Es gab eine Zeit, in der waren Web-Radios sehr beliebt. Menschen, wie du und ich, saßen nicht in Radiostudios, sondern an einem heimischen Rechner und dudelfunkten Musik, kommentierten das Geschehen in angedockten Chats (vornehmlich IRC damals) und gaben gelegentlich ihren Senf zu den Online-Shootern sowie den ersten MMOs ab, die es in der Ära vor World of Warcraft gab.

Einer dieser Menschen, die da ins Mikrofon salbaderten, begann eine jede Sendung mit dem „Commando“-Theme – und zwar ich! Wann immer dieser Song erklang, war klar, wer die Sendung bei meinen jeweiligen Sendern danach moderierte. Ich habe in all meinen Jahren in denen ich selbst Web-Radios gehört habe, auch niemanden mitbekommen, der damit eröffnete bzw nur sehr wenige, die sowas überhaupt spielten.

Den meisten Hörern war dabei der Ursprung des Tracks nicht geläufig, denn wann immer ich damals rätseln lies, wie das Ding heißt (ich hatte die Datei extra Radio-Intro genannt für den Stream), wusste es niemand.

What goes up…

Natürlich gab es auch ein „Radio-Outro“. Ein Song über den man wunderbar drüber palavern und abmoderieren konnte, ohne dass sich jemand beklagte. Ähnlich wie beim Intro gehörte auch dieser Song, egal was ich in der Sendung gespielt hatte, immer dazu.

Die einzige Ausnahme war meine letzte Sendung bevor die Gebühren für Web-Radios so immens angehoben wurden, dass unser alter altes Webradio „Spacechannel 106 – We break the silence“ dicht gemacht wurde. Da war mein Outro mottogerecht „Break the silence“ von RMB.

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